Sucht vs. Kontrolle: Wie man (nicht) Produkte entwickelt, die zur Gewohnheit führen
bis
Key Learnings
- Die Teilnehmer erfahren mehr über die Funktionen und Auslöser, die in Social-Media- und Content-Apps integriert sind, um ihre Nutzer „zu fesseln“ (Gewohnheitsbildung).
- Die Teilnehmer werden erkennen können, ob eine Funktion tatsächlich ethisch gestaltet ist oder nur eine Fassade darstellt
- Die Teilnehmer erhalten Beispiele und bewährte Vorgehensweisen dafür, wie Produkte zwar zur Gewohnheitsbildung beitragen können, aber dennoch verantwortungsbewusst entwickelt werden.
Speakers
Speaker: Sebastian Castaneda
Beruf: Leiter des Bereichs Digitale Frontends
Arbeitsplatz: jö Bonus Club
Beschreibung
Viele digitale Produkte zielen darauf ab, die Aufmerksamkeit der Nutzer so lange wie möglich zu fesseln, um den Umsatz zu steigern (z. B. durch Werbung). Nach einer Wachstumsphase und angesichts des jüngsten Bewusstseinswandels in Bezug auf psychische Gesundheit und Wohlbefinden haben viele Unternehmen jedoch begonnen, ihre Produkte zu überarbeiten, um sie verantwortungsbewusster zu gestalten. Ein Beispiel hierfür sind die Zeitmanagement-Funktionen in sozialen Medien (Facebook, Instagram) und Content-Apps (TikTok, YouTube) – doch die Reduzierung der in der App verbrachten Zeit scheint dem geschäftlichen Ziel zuwiderzulaufen. Geben Zeitmanagement- und Wohlfühlfunktionen den Nutzern wirklich Kontrolle? Gibt es eine Möglichkeit, eine „süchtig machende“ App verantwortungsbewusst zu entwickeln? Wenn Sie die Benutzererfahrung (UX) für ein Produkt entwickeln, das hauptsächlich „tägliche/wöchentliche aktive Nutzer“ erfasst, und Sie noch nicht darüber nachgedacht haben, ob es sich dabei um eine ethische und verantwortungsvolle UX handelt, ist dieser Vortrag genau das Richtige für Sie.