UX als Diplomatie: Was uns die Gestaltung von Benutzeroberflächen über den Umgang mit Menschen lehrt

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Ort: Halle 1A Thema: Keynote

Wichtigste Erkenntnisse

  • UX-Ergebnisse werden stärker durch menschliche Verhandlungen als durch Design-Tools geprägt
  • Geduld, die richtige Einordnung und Zuhören sind strategische Designfähigkeiten – und keine nebensächlichen Zusatzkompetenzen
  • Chaos im Design ist kein Misserfolg – es ist ein Zeichen dafür, dass bedeutende Veränderungen stattfinden.

Referenten

Referent: Mohit Gupta

Beruf: Senior UX Manager

Arbeitgeber: CDK Global

Beschreibung

Wir sagen oft, bei UX gehe es um die Gestaltung von Benutzeroberflächen. In der Praxis hat der Großteil der UX-Arbeit jedoch nur sehr wenig mit Bildschirmen zu tun – dafür aber umso mehr mit Menschen. Dieser Vortrag vertritt die These, dass UX eine Form der Diplomatie ist. Designer vermitteln regelmäßig zwischen Nutzern, die Einfachheit wollen, Stakeholdern, die Sicherheit wollen, und Systemen, die sich gegen Veränderungen wehren. Wir übersetzen vages Feedback, entschärfen Spannungen und leiten Entscheidungen in Umgebungen, in denen Autorität, Ego und Unklarheiten aufeinanderprallen. Dennoch werden diese zwischenmenschlichen Verhandlungen selten als zentrale UX-Kompetenzen anerkannt. Ausgehend von Designarbeit im Unternehmensmaßstab betrachtet diese Sitzung gängige UX-Frustrationen – endlose Iterationen, widersprüchliche Meinungen und „Make-it-pop“-Momente – nicht als Dysfunktion, sondern als die eigentliche Arbeit des Designs. Sie untersucht, wie Geduld, Framing und strategisches Zuhören die Ergebnisse stärker beeinflussen als Werkzeuge oder Artefakte. Die Teilnehmer erhalten eine neue Perspektive, um ihre Rolle zu verstehen – nicht nur als Produktdesigner, sondern als „Diplomaten der Komplexität“, die Systeme beeinflussen, indem sie Menschen miteinander in Einklang bringen.

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